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Gästebuch
aktualisiert am:
07.01.2009 09:21:48
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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr
Zuchering
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Nach Ende des Deutsch-Französchischen Krieges im Jahre 1870/71
wurde aus Befürwortung König Ludig II. von Bayern sowie auf Drängen der
königlichen Berzirksämter in unserer Gegend zahlreiche Freiwillige Feuerwehren
gegründet, da sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass die
Feuersbrünste nur durch gemeinschaftliche Zusammenarbeit gebändigt werden
können.
So wurde im Jahre 1878 auch in Zuchering eine Freiwillige Feuerwehr gegründet,
wenn gleich die Ausrüstung für die Wehr kaum erschwinglich war.
Der Nachweis dafür bringt ein noch vorhandenes Inventar-Buch vom 15.09.1887,
sowie den Aufzeichnungen im Protokollbuch, welches am 06.01.1925 beginnt.
1.Vorstand war damals Konrad Ettl, Kommandant, Josef Märkl. Vereinslokal war
beim Kroll´schen Gasthaus.
Wenn gleich die ersten Ausrüstungsgegenstände bescheiden waren, so konnte
bereits 1887 die erste Saug- und Druckspritze mit Schlauchhaspel angeschafft
werden. 1891 und 1895 wurde je eine Schubleiter erworben.
Ein Höhepunkt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr dürfte wohl das 50
jährige Feuerwehrfest 1928 gewesen sein, das bereits damals groß gefeiert wurde.
In den Jahren 1936/37 durften dann keine Feuerwehr Uniformen bei Veranstaltungen
etc. getragen werden, was bisher stets als Pflicht erachtet wurde.
Während des 2.Weltkrieges leitete 1.Vorstand Josef Furthmeyer bzw. Brandmeister
Blasius Arnold die Versammlungen u. a. den Generalappell am 21.01.1940. Der 1.
und 2.Weltkrieg riss tiefe Wunden in die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr
Zuchering. Mehrere Mitglieder kehrten nicht mehr in die Heimat zurück.
In der Zeit bis 1950 ruhte das Vereinsleben fast gänzlich, es sind auch keine
Eintragungen vorgenommen worden. Bei der Neuwahl am 11.03.1950 wurde Josef
Furthmeyer wieder zum 1.Vorsitzenden gewählt, das er bis 1964 inne hatte. Die
damals verantwortlichen Männer waren immer bestrebt, hinsichtlich der Ausrüstung
ihrer Wehr mit der Technik Schritt zu halten. Durch die Aktivität von Josef
Appel, sowie sein rühriges Engagement für die freiwillige Feuerwehr nahm diese
einen starken Aufschwung. Josef Appel war von 1950-1960 1.Kommandant und von
1964-1967 1.Vorstand des Vereines.
Ein großer Tag in der Vereinsgeschichte war der 01.07.1951.
Durch Spenden der Gemeinde Zuchering und Winden sowie durch Eigenleistung konnte
damals eine Standarte angeschafft werden, gefertigt von der Familie Winter aus
Zuchering.
Der aufgestickte Spruch " Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr " hat auch heute
noch seine Gültigkeit.
1952 mussten 2 Großbrände der landwirtschaftlichen Anwesen Gebauer und Hierl in
Seehof bekämpft werden, wo auch die kurz vorher neu angeschaffte TS6/6
Motorspritze mit Anhänger zum Einsatz kam.
Nach 40 Jahren Dienst in der Feuerwehr wurde Josef Furthmeyer am 19.10.1955 zum
Ehrenvorstand ernannt. Bürgermeister Anton Eichlinger überbrachte die
Glückwünsche und ein Präsent der Gemeinde. Kommandant Josef Appel würdigte die
Wehrtreue und den Ehrgeiz des Jubilars und zeichnete ihn mit dem Verdienstkreuz
aus.
Nach dem Rücktritt von Josef Appel wurde 1960 Rudolf Wittmann 1.Kommandant,
welcher auch 1967 den Vorsitz übernahm.
1961 wurden 8 Pflichtübungen und in der Brandschutzwoche eine Nachtübung
abgehalten.
Das zu klein gewordene Feuerwehrhaus am Feuerweg wurde durch ein größeres
Gebäude mit Schlauchturm an der Straße Am Kühlhaus ersetzt, dass am 22.11.1963
durch H.H. Pfarrer Johann Mayr die kirchliche Weihe erhielt. Die Baukosten des
Hauses betrugen rd. 25000.- DM. Mit der Schlüsselübergabe an den Kommandanten
Rudolf Wittmann übergab Bürgermeister Alois Kaltenegger mit guten Wünschen das
neue Gerätehaus seiner Bestimmung.
1964 ging schließlich der lang ersehnte Wunsch in Erfüllung einen fahrbaren
Untersatz zu besitzen. Von der Bayrischen Bereitschaftspolizei Eichstätt wurde
ein Mannschaftswagen zum Preis von 568.- DM erworben, welcher in Eigenregie
durch Max Marberger jun. tauglich zum Löscheinsatz umgerüstet wurde.
Am 24.01.1965 wurde Vorstand Josef Furthmeyer durch K.B.I Bauer für 50 jährige
Dienstzeit mit dem goldenen Ehrenkreuz ausgezeichnet. Unter großer Anteilnahme
musste er am 25.08.1968 zu Grabe getragen werden.
Durch Gemeinderatsbeschlüsse von Zuchering und Winden wurde eine Zusammenlegung
in Punkto Feuerschutz beschlossen, auch die Neuanschaffung eines TS 8/8 wurde
ernsthaft diskutiert.
Im Oktober 1969 traf endlich das neue Löschfahrzeug Ford Kombi Transit TS 8/8
ein und erhöhte nicht nur die Schlagkraft, sondern war auch zugleich neuer
Anreiz für die Jugendlichen in die Freiwillige Feuerwehr einzutreten.
Kommandant Rudolf Wittmann legte aus verschiedenen Gründen nach zehnjähriger
Tätigkeit 1970 seine Ämter nieder.
Mit Franz Arnold als Kommandante und für kurze Zeit Michael Schmid als Vorstand
folgten relativ junge Aktive an die Spitze der Wehr.
In der Jahreshauptversammlung am 07.02.1972 dankte Franz Arnold den jungen
Wehrmännern für ihre Einsatzfreudigkeit. Wenn auch die Eingemeindung nach
Ingolstadt für den Verein Veränderungen bringen werde, so gehe man
zuversichtlich diesem Schritt entgegen.
Zeugwart Max Marberger und 2.Kommandant Kastalus Klügl wurden für langjährige
Feuerwehrtätigkeiten mit dem Ehrenzeichen in Bronze geehrt.
Das Amt des 1.Vorstandes übernahm Martin Kornprobst, welches er bis 1967 inne
hatte.
Durch die Eingemeindung 1972 zur Stadt Ingolstadt ist unsere Feuerwehr der
Freiwilligen Feuerwehr Ingolstadt unterstellt worden, sodass die Bezeichnung
"Kommandant" durch "Zugführer" ersetzt wurde. Die Feuerschutzabgabe wurde von
der Stadt Ingolstadt nicht mehr erhoben.
Mit der Neuwahl am 10.03.1973 begann eine neue Ära in der Feuerwehr Zuchering.
Der Feuerwehr -" Verein " wurde neu gegründet, sodass auch passive Mitglieder dem
Verein mit 6.- DM Jahresbeitrag beitreten konnten.
Die Kameradschaft im Verein wird durch vielerlei Aktivitäten gefördert, so z.B.
das alljährliche Aufstellen eines Maibaums, Faschingsball, Ausflug,
Kameradschaftsabend sowie das zur Tradition gewordene "Fischessen".
Nach 17 jähriger Tätigkeit als Schriftführer und Kassier schied Kamerad Johann
Segerer aus dem aktiven Dienst aus. Seit dem tragischen Tod eines aktiven
Feuerwehrkameraden aus Winden wird alljährlich eine hl. Messe am
6. Januar für die Verstorbenen abgehalten.
1975 wurden verschiedene Leistungsabzeichen abgelegt, Lehrgänge in der
Feuerwehrschule in Regensburg absolviert und die Jugendlichen mussten sich einem
Wissenstest in der Hauptwache unterziehen.
Für 25 jährige Tätigkeit wurde nach seinem Ausscheiden Martin Kornprobst durch
Stadtbrandinspektor Georg Beckenbauer mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen
geehrt.
1976 übernahm Zugführer Franz Arnold auch das verantwortungsvolle Amt des
1.Vorstandes, zumal große Aufgaben bevorstanden.
Die Stadt Ingolstadt kaufte das ehemalige Gefrierhaus, damit konnte man einen
Mannschafts- und Lehrraum einrichten. Durch den Zugang von vielen Jugendlichen
zur Feuerwehr war ein Aus- und Umbau unumgänglich
In der Sitzung am 18.08.1976 beschloss die Vorstandschaft das 100 jährige
Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Zuchering mit Fahnenweihe groß zu feiern.
Vorstandsmitglied Horst Amenda war bereit die Festschrift zu erstellen, sowie
einen Entwurf für die Fahne anfertigen zu lassen. Durch großzügige Spenden der
Bevölkerung von Zuchering und Winden wurde die neue Fahne finanziert. Die
ehrenvolle Aufgabe des Patenvereins übernahm die Freiwillige Feuerwehr Haunwöhr.
Mit der offiziellen Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LF/8 schwer und der
zusätzlichen Ausrüstung von 4 Atemschutzgeräten kam ein weiterer wesentlicher
Einsatzschutz dazu.
In der Jahreshauptversammlung 1984 überreichte Hauptbrandmeister Otto Bankmann
dem 1.Vorstand und Zuführer Franz Arnold für 25 jährigen aktiven Dienst das
Feuerwehrzeichen in Silber.
Durch den Zugang von vielen Feuerwehrkameraden wurde die Fahrzeughalle bzw. die
Unterkunft zu klein. Auf Antrag des Stadtrates Horst Amenda und der
Vorstandschaft wurde den Verantwortlichen der Stadt Ingolstadt und der
Hauptwache bei einem Ortstermin die beengte Situation vermittelt. Da bei einem
Umbau des Gebäudes fast nichts übrig bliebe, gab man einem Neubau den Vorzug,
den auch Brandinspektor Günter Herold voll unterstützte.
Vorstand Franz Arnold verkündete in der Jahreshauptversammlung 1988 das laut
Stadtratsbeschluss ein neues Feuerwehrhaus errichtet wird. Bei der geplanten
Bausumme von 960000.- DM wird von der Freiwilligen Feuerwehr Zuchering eine
Eigenleistung von 10000.- DM erwartet.
Durch den Abriss des Gebäudes musste eine vorübergehende Unterkunft für das
Löschfahrzeug bzw. Ausrüstung gefunden werden. Zugführer Franz Arnold erklärte
sich bereit die Maschinenhalle zur Verfügung zu stellen.
1989 war für die Freiwillige Feuerwehr Zuchering ein ereignisreiches Jahr, stand
doch das 111 jährige Gründungsfest und die Einweihung 16.06.1989) des neuen
Feuerwehrhauses bevor.
Am 21.10.1991 wurde die Feuerwehr ins Vereinsregister des Amtsgerichtes
Ingolstadt eingetragen.
1995 gab Franz Arnold nach 25 Jahren Kommandant und Zugführer sein Amt ab.
Stabsbrandinspektor Ralf Netter würdigte sein Wirken und ehrte ihn mit dem
Feuerwehrzivilabzeichen in Gold. Zum neuen Zugführer wurde durch internen Wahl
der aktiven Feuerwehrkameraden Hubert Amenda gewählt, sein Stellvertreter ist
Karl Lang.
2.Vorstand Franz Furthmeyer wurde nach 22 jähriger Zugehörigkeit mit Urkunde und
einem Bierkrug verabschiedet.
1.Kassier Karl Erwin gab sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen ab. Der
pflichtbewusste und leidenschaftliche Feuerwehrkamerad der von 1973-1995 die
Kasse verwaltete, verstarb am 23.02.1995.
Am 10.01.1998 wurde wiederum Franz Arnold geehrt, dieses mal für 40 Jahre
aktiven Dienst in der FFW-Zuchering. Dafür erhielt er eine Ehrenurkunde und das
Steckkreuz in Gold vom Stadtbrandinspektor Ralf Netter. Am 11.01.1998 segnete
Pfarrer Pero Ljubicic das neue Löschfahrzeug LF 8/6, die Kosten betrugen
ca. 300000 DM. Die technisch gut ausgerüstet und ausgebildete Feuerwehr
Zuchering wurde zum Stützpunkt im Süden der Stadt ernannt. Da im LF8/6 die
Ausrüstung für Technische Hilfeleistung (Rettungsspreizer und Schere) ab sofort
am Standort verfügbar waren, begann für unsere Wehr ein neuer Zeitabschnitt,
neben dem bisherigen ausschließlichen "Brandschutz" wird die Wehr seitdem zu
vielen anderen Einsätzen, wie Unfälle mit Personenbefreiung gerufen. Die dadurch
erforderlichen weiteren Übungen zur THL gaben uns die Möglichkeit ab sofort das
Leistungsabzeichen in der Technischen Hilfeleistung mit mehreren Gruppen
abzulegen.
Im Jahr 2000 wurde dann die Organisation der Feuerwehren in Ingolstadt wieder in
"selbständige Stadtteil - Feuerwehren" mit eigenem Kommandanten aufgegliedert.
So musste auch in Zuchering ein neuer Kommandant gewählt werden, das am
16.07.200 unter Aufsicht eines Vertreters der Stadt Ingolstadt im Feuerwehrhaus
unter allen "Aktiven" der bisherige Zugführer Hubert Amenda zum neuen
1.Kommandanten, Rami Alois zu seinem Stellvertreter gewählt.
In der Jahreshauptversammlung am 06.01.2001 nahm 1.Kommandant Hubert Amenda eine
besondere Ehrung vor, indem er Franz Arnold zum Ehrenkommandanten ernannte.
Damit endete, durch erreichen der gesetzlichen Altersgrenze mit 60 Jahren, die
über 40 jährige aktive Zeit von Franz Arnold, welcher nicht nur seit 1978 u.a.
aktiver Atemschutzträger war, sondern auch heute noch als 1.Vorstand unermüdlich
für die Feuerwehr Zuchering tätig ist.
Die FREIWILLIGE FEUERWEHR INGOLSTADT - ZUCHERING ist nicht nur durch ihre
heutige große Anzahl der Aktiven, durch das gute "MITEINANDER von JUNG und ALT",
durch ihre stete Beteiligung am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil, sondern
vor allem durch ihre Bereitschaft "FÜR DEN NÄCHSTEN DA ZU SEIN" zu ihrer
heutigen Größe herangewachsen.
Möge dies auch in Zukunft so weitergeführt werden. |
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Horst Amenda
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